Die Berner Fachhochschule untersuchte die Wirkung von Integrationsprogrammen. Eine Zusammenfassung wurde in der Zeitschrift ZESO publiziert (Download: Nachhaltige Wirkungen der Integrationsprogramme). Die Wirkungsanalyse zeigt, dass die Ablösequoten von der Sozialhilfe sowohl für Teilnehmende im Programm Soziale Integration (SI) wie auch für Teilnehmende im Bereich mittelfristige berufliche Integration (BIP) über den Referenzwerten liegen. Bei SI-Teilnehmenden ist die Ablösequote um 12, bei BIP-Teilnehmenden um 13,3 Prozentpunkte höher.

Doch nicht nur die Ablösequoten verbessern sich, besser wird auch die Lebenssituation der Teilnehmenden. Dazu die Studie: „SI-Teilnehmende sind während der Programmdauer zufriedener mit ihrer Gesundheit und gehen weniger häufig zum Arzt. Sie stehen im Durchschnitt eine Stunde früher auf und nehmen häufiger Mahlzeiten zu sich. Letzteres ist ein Indikator für einen gut strukturierten Tagesablauf. Die SI-Teilnehmenden profitieren auch nach Programmabschluss von mehr sozialer Unterstützung und verbesserten Zukunftsaussichten. Sie sind zudem stärker motiviert, eine Arbeit aufzunehmen, was sich offensichtlich in einer verstärkten beruflichen Integration niederschlägt.“

 

Die Analyse des Social Return on Investment (SROI) zeigt, dass die untersuchten Integrationsprogramme bereits neun Monate nach Programmabschluss unter Berücksichtigung aller Faktoren eine Kosten-Nutzen-Bilanz von 1 zu 1,7 aufweisen. Eineinhalb Jahre nach Programmabschluss beträgt das Verhältnis bereits 1:2,5. Oder anders ausgedrückt: Jeder investierte Franken löst einen Nutzen von CHF 2.50 aus.

„Integrationsprogramme tragen also nicht nur zur sozialen und beruflichen Integration von Sozialhilfebeziehenden bei, sondern entlasten auch die Staatskasse.“

Quelle: Nachhaltige Wirkungen der Integrationsprogramme, ZESO 4/19, S. 24+25